Prof. Dr. Werner Rothengatter(Universität Karlsruhe) | |
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Vortrag: | |
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Wegekostenrechnung als Grundlage für die LKW-Maut auf Autobahnen 19.12.2005, 17:00 Uhr, Turing-HS | |
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Die EU-Richtlinie 1999/62 schreibt vor, dass sich die Autobahnbenutzungsgebühren für schwere Lkw nach den Infrastrukturkosten zu bemessen haben. Zwar sind Abweichungen von den anteiligen Durchschnittskosten nach Maßgabe der Verkehrsbelastung und nach Umwelteigenschaften der Fahrzeuge (Euro-Klassen) erlaubt, doch dürfen die Gesamterlöse aus der Maut nicht höher sein als die anteiligen Infrastrukturkosten der schweren Lkw. Daher stellen sich drei Probleme für die Mautbemessung: (1) Die Feststellung der Gesamtkostenhöhe pro Jahr, (2) die Aufteilung der Gesamtkosten auf die verschiedenen Fahrzeugkategorien und (3) die Differenzierung entsprechend Ballungsgrad und EURO-Klassen. Prognos/IWW (2003) haben Lösungsvorschläge für diese Problembereiche erarbeitet, die als Grundlage für die heutige Lkw-Maut auf Autobahnen in der Bundesrepublik dienen. Dabei ließen sich Erkenntnisse der quantitativen Wirtschaftstheorie heranziehen, wie zum Beispiel Allokationsverfahren der kooperativen Spieltheorie für das Problem (2). Mit der angestoßenen Diskussion um einen Verkauf der Bundesautobahnen werden auch die bislang nicht benutzten Ergebnisse zu leichten Lkw und zu Pkw aktuell. | |